Barsoi

Eigenschaften

Der Barsoi ist ein russischer Windhund. In Russland heißt er daher ,,Psovaja borzaja“, was so viel wie flink oder schnell bedeutet. Zudem zählt er zu den großen Hunderassen.

Wichtig zu wissen

Wenn du die nötige Zeit und Motivation mitbringst, die ein Barsoi einfordert und du dich gerne viel bewegst, wirst du mit dieser sensiblen gehorsamen Hunderasse viel Freude haben!

Eigenwillig & Freundschaftlich

Persönlichkeit

Körper & Aussehen

Attribute

Fellpflege
7
Haaren
7
Energie
7
Trainierbarkeit
4
Für Kinder geeignet
4
Das ist der Barsoi

Merkmale

Rüden erreichen eine Widerristhöhe von über 80cm und Hündinnen von etwa 75cm. Trotz ihrer beeindruckenden Größe sind die Hunde sehr schlank. Das Gewicht liegt gerade mal bei 25-47Kg. Der Rücken der Hunde ist bogenförmig und die Brust sehr tief, während der Bauch aufgezogen ist. Die Läufe sind sehr muskulös.

Aufgrund seiner ausgeglichenen Proportionen und seine elegante und harmonische Bewegung, hat der Barsoi ein sehr edles Erscheinungsbild. 

Ebenfalls auffällig sind sein unvergleichbares Haarkleid sowie die Vielfalt seiner Farben.

Das Haar des Barsois ist seidig, weich und geschmeidig. An den Rippen, der Vor – und Hinterhand sowie an den Flanken ist es besonders lang. Das Fell am Kopf, an den Ohren sowie an den Gliedmaßen ist dagegen kürzer und liegt eng am Körper an. Die Struktur der Haarpracht ist gewellt bis lockig.

Zudem ist bei der Züchtung beinahe jede Farbe erlaubt, jedoch niemals blau oder braun. Oft ist die Haarpracht unifarben oder gecheckt, wobei die ,,Federn“ an den Läufen und der Rute oft heller sind als die Grundfarbe. Außerdem ist bei der Zucht zu beachten, dass die Nase und die Lefzen schwarz sind.

Der Kopf des Barsois ist sehr schmal, was ebenfalls zu seinem edlen Erscheinungsbild beiträgt. Die Ohren sind nach hinten gefaltet. Getragen wird der Kopf von einem langen Hals.

Die Lebenserwartung des Barsois liegt bei 10 – 14 Jahren.

 Das beeindruckende Erscheinungsbild macht aus dem Barsoi auch ein beliebtes Kunstmotiv. Es gibt zahlreiche Bilder, Keramik – Porzellanskulpturen, die den Rassehund darstellen.

Persönlichkeit

Die Persönlichkeit des Barsois ist von Gegensätzen geprägt. So kann er sowohl gelassen als auch energiegeladen sein, er will unabhängig sein, sich aber auch gleichzeitig anschließen können, er ist eigenwillig, aber auch freundschaftlich auf der Suche nach einem Partner und er sucht die Freiheit, kommt aber auch freiwillig zurück, wenn man ihn ruft. Und wenn es nicht beim ersten Mal funktioniert, dann beim zweiten Mal.

Gut sozialisiert im Welpen – und Junghundalter, wird er zu einem freundlichen und zuverlässigen Begleiter für sein Herrchen oder Frauchen. Den Menschen, die er lebt, ist er sehr anhänglich und treu ergeben.

Fremden gegenüber ist der Barsoi jedoch sehr scheu. Gerade deshalb ist es wichtig, dass er von klein auf an den Menschen gewöhnt wird. Dasselbe gilt auch für den Umgang mit weiteren tierischen Artgenossen. Auch hier ist es wichtig, dass der Barsoi langsam an weitere Hunde oder auch andere Tiere herangewöhnt wird. Wenn das gelingt, sollte es später keine Dominanzprobleme geben.

Haltung

Der Barsoi ist ein Vollblut Wind – und Jagdhund. Somit hat er ein großes Lauf – und Beschäftigungsbedürfnis. Es ist wichtig, dass er dieses Bedürfnis auch ausleben darf, damit die positiven Charaktereigenschaften des Barsois zum Vorschein kommen können. Wenn du dich regelmäßig mit dem Barsoi bewegst und er seinen Auslauf erhält, dann kannst du diese Hunderasse auch sehr gut als Familienhund halten. Als Ausdauersport eignen sich gemeinsames Joggen oder Inliner fahren sehr gut. Neben den Rennstrecken liebt der Barsoi es aber auch, wenn er neben dir auf der Couch entspannen kann.

Die Erziehung des Barsois ist ebenfalls leicht aufgrund seines freundlichen und menschenbezogenen Charakters. Der Barsoi gilt nämlich trotz seines ausgeprägten Jagdtriebs und seines Selbstbewusstseins als gelehrig, treu und ausgeglichen. So lässt er sich sogar zum Begleithund ausbilden, wenn du die nötige Geduld dafür aufbringen kannst. Am wichtigsten ist es, dass du den Barsoi und seine Persönlichkeit akzeptierst, nur dann wird er auch dich akzeptieren und dir gehorchen. 

Ernährung und Pflege

Der Barsoi ist ein Fleischfresser. Achte daher darauf, dass das Futter deines Vierbeiners zu einem Großteil aus Fleisch besteht. Jedoch sollte es nicht ausschließlich aus Fleisch bestehen, Gemüse und etwas Beilage wie Reis oder Kartoffeln sind ebenfalls essenziell für eine hochwertige Ernährung. Nur so wird dein Hund mit ausreichend Nährstoffen versorgt. Getreide und Zucker solltest du jedoch weglassen bei der Fütterung.

Zudem ist es wichtig, dass du das Futter immer individuell an deinen Vierbeiner anpasst. Das bedeutet, dass ein Senior Hund anderes Futter benötigt als ein Welpe.

Aufgrund seiner Größe ist der Barsoi wie alle großen Hunderassen anfällig für eine Magendrehung. Achte daher darauf, dass dein Hund nach dem Fressen Ruhe bekommt und jegliche Form der Anstrengung vermeidet.

Bei der Pflege ist darauf zu achten, dass du das feine und lange Fell deines Vierbeines regelmäßig bürstest. Dabei reicht beim Barsoi einmal pro Woche bürsten nicht aus. Am besten bürstest du das Fell täglich, damit es gepflegt aussieht.

Die Ohren, Krallen und Zähne solltest du ebenfalls regelmäßig kontrollieren und reinigen.

Geschichte

Die Wurzeln des Barsois reichen weit zurück. Es gibt Gen-Analysen, die beweisen, dass der russische Barsoi mit dem Greyhound und dem irischen Wolfshund verwandt ist. Bereits vor Jahrtausenden wurden diese alten Windhunde bei den Kelten gezüchtet. 

In Russland ist der Barsoi seit dem 13. bis 15. Jahrhundert bekannt und beliebt. Der Barsoi wurde schon damals von den Fürsten und Zaren zur Jagd auf Füchse, Hasen, Wölfe und sogar Großwild genutzt. Aber nicht nur als Jagdhund wurde der Barsoi schon damals geschätzt, sondern auch als Familienhund.

Der Barsoi wurde damals von den Fürsten und Zaren in Zwingeranlagen mit bis zu 500 Hunden gezüchtet. Es gab jedoch damals noch kein einheitlichen Rassestandart. Der Rassestandart entstand erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Man weiß, dass der heutige Barsoi aus Rund 10 verschiedenen Schlägen gezüchtet wurde.

Durch die russische Revolution wurde die Zucht des Barsois in seinem Heimatland Russland erschwert, jedoch wurde die Hunderassen in anderen europäischen Ländern wie in England mehr und mehr etabliert. Seit 1956 ist der Barsoi vom FCI offiziell anerkannt.

 

Fazit

Wenn du die nötige Zeit und Motivation mitbringst, die ein Barsoi einfordert und du dich gerne viel bewegst, wirst du mit dieser sensiblen gehorsamen Hunderasse viel Freude haben!